Ein dunkles Loch in diesen Tagen :-(

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Peggy
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Registriert: So 9. Sep 2018, 18:40

Ein dunkles Loch in diesen Tagen :-(

Beitrag von Peggy »

Nun sind wir nur noch Zwei †

Vor den 22.05.2021 hieß mein Mantra: “ wir Drei sind eins“. Nun heißt es “ wir Zwei sind eins“. In tiefer Trauer und sehr viel Wut im Bauch denken wir an ihn, den besonderen Menschen für Stummi, und meinen Mann. Nach über 32 Jahre wurden wir getrennt.

Stummi leidet sehr unter den Verlust. Er verweigerte die ersten Tage das Futter, saß meist an der Stelle, an der mein Mann starb. Er schnupperte und sah mich immer an. Ganz so als fragte er, wo sein „Kumpel“ ist. Er spielte auch nicht mehr. Stummi liegt fast nur noch im Schlafzimmer meines Mannes.

Jeden Abend hatten beide sehr große Freude am Ritual. Entweder lag Stummi auf den Füßen oder er saß auf seinen „Schmuseplatz“. Er liebte es, wenn sein menschlicher Kumpel ihn sanft am Ohr zupfte. Dabei schnurrte er und sabberte er lautstark.

Das wird nun nie wieder so sein. In den letzten Tagen fraß Stummi ein bischen. Und am Abend spielt er wieder. Wenn auch nur noch sehr Augenblicke. Stummi hat viel an Gewicht verloren, was sicherlich auch an den waren Wetter der letzten Tage liegt.

Jeder der mit Katzen zusammenlebt, weiß das sie trauern. Genauso wie Menschen.

Was meine Wut betrifft. kann ich nur kurz umreißen, warum mein Mann viel zu früh starb. Die letzten Tage waren nur noch sehr stressig, nicht nur für ihn. Auch wir litten und leiden sehr unter den täglichen Krach, den wir seit Dezember 2018 ausgesetzt sind. Das andauernder Lärm krank macht, ist seit langen erwiesen.

meine Mail an die Vermieterin:
„etwas später als sonst stelle ich Ihnen die Protokolle April und Mai sowie 2 Tonaufnahmen zur Verfügung.

Ich habe Sie mehr als 1 x auf den schlechten Gesundheitszustand meines Mannes hingewiesen und teile Ihnen mit das mein Mann am 22.05.2021 nach der mehr als 2 Jahren andauernden, teils extremen Lärmbelästigung gestorben ist. Gerade in den letzten Wochen war die Lärmbelästigung sehr heftig, der Stress setzte meinen Mann schwer zu. Er wurde durch den Lärm in den viel zu frühen Tod getrieben!

Ich mache Sie dafür mitverantwortlich.

1.) Sie haben die Lärmbelästigung als „anderen Lebensstil“ abgetan.

2.) Sie haben behauptet, das die angezeigten Vorfälle gar nicht stattgefunden haben. Somit haben Sie mich als Lügner bezeichnet.

3.) Die andauernde Lärmbelästigung wurde von Ihnen als Nachbarschaftsfehde deklariert. Die schwer angeschlagene Gesundheit meines Mannes interessierte Sie nicht. Sie haben den Tod meines Mannes billigend in Kauf genommen, denn Ihr finanzielles Risiko der Rechtsstreitkosten hat Vorrang.

4.) Und Sie haben nie einen in den Protokollen aufgeführten Zeugen kontaktiert! Auch den mehrmaligen Hinweis „fehlende Trittschalldichtung“ haben sie ignoriert.

5.) Der Hausarzt hatte einen Wohnungswechsel dringend empfohlen, da der Lärm permanenten Stress bedeutet und daher stark gesundheitsgefährdend ist. Nur mein Mann war zu einem Umzug gesundheitlich nicht mehr in der Lage. Auch darauf kam keinerlei Reaktion Ihrerseits.

6. Dass Dauerlärm krank macht, ist allgemein bekannt. Es gibt hinreichend wissenschaftliche Studien zu Dauerlärmexposition und Herz-/Kreislauferkrankungen. Nicht nur der Gesundheitszustand meines Mannes hat sich verschlechtert, auch ich habe gesundheitliche Schäden durch den täglichen stundenlangen Lärm davongetragen. Seit Frühjahr 2019 trage ich z.B. meine Hörgeräte in der Wohnung nicht mehr. Der Lärm der Mieter über uns war einfach zu unerträglich. Dadurch ist die Hörminderung weiter fortgeschritten und der Trinnitus begleitet mich noch heute. Die Kardiologin hat stressbedingten Bluthochdruck diagnostiziert und im September 2020 bekam ich ebenfalls stressbedingt eine sehr schmerzhafte Gürtelrose. An den Folgen leide ich bis heute: Nervenschmerzen.

Als die Sanitäter, Notarzt und Beamte der Kriminalpolizei vor Ort waren, wurde seitens der Mietpartei XXX auch keinerlei Rücksicht genommen. Gerade die Beamten der Kripo waren entsetzt, welchem Lärm wir ausgesetzt sind. Das heftige Trampeln, das Poltern störte sie bei ihrer Arbeit, und sie waren drauf und dran, sich an die lärmende Mieterpartei zu wenden! Sie sagten mir, dass ich sie im Protokoll als Zeugen erwähnen soll. Aber das alles wird Sie sicherlich kaum kümmern, da Sie keine von mir genannten Zeugen kontaktieren und meine Lärmbeschwerden bislang nicht ernst genommen haben.“
26 Lärmprotokolle, Diagramme der Schallpegelmessungen, ja selbst einige Tonaufnahmen sind offensichtlich nicht ausreichend, das die Vermieterin den unangemessenen Krach zu unterbinden tut. Stattdessen kam lediglich die Antwort, das man Anteil nimmt am Tod meines Mannes und eine Sterbeurkunde verlangt. Und wie vermutet, nimmt man das aktuelle Lärmprotokoll in den Akten und schweigt sich aus.

Das ist menschenverachtend!
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